Pressestimmen

ila – Informationszeitschrift Lateinamerika, Heft 384, April 2015

Till Baumann: Marielas Traum. Alexandra Huck hat einen Kolumbienroman geschrieben, der sich nah an der Realität bewegt.

(…) Der Roman „Marielas Traum“ handelt vom Kampf der Gemeinde um Gerechtigkeit und um die Rückkehr auf ihr Land. „Marielas Traum“ steht dabei für viele Träume, hoffnungsvolle Träume von einer Zukunft mit Frieden und Gerechtigkeit und für die Alpträume, von denen Mariela nachts heimgesucht wird, die sich um die Verbrechen der Paramilitärs drehen. Alexandra Huck ist es gelungen, einen Roman zu schreiben, in dem die wesentlichen Aspekte und Akteure der komplexen Realität des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zu einer Geschichte verdichtet werden, die obendrein auch noch überaus spannend erzählt wird.“

zur Buchbesprechung:  s. http://www.ila-web.de/ausgaben/384/marielas-traum

Matices, Heft 82, 2/2015

David Graaff: Marielas Traum – Kampf ums Land

(…) Spannend und eindringlich beschreibt Huck nun den Kampf der Gemeinde und ihrer Unterstützer um die Rückkehr, aber auch gegen die Angst, um die Verwirklichung von Recht und dem Schwanken Marielas und ihrer Mitstreiter zwischen den Versprechungen und dem Misstrauen gegenüber der Moderne und ihrer Institutionen (…). Es ist ein kolumbianischer Drahtseilakt zwischen Stadt und Land, traditionellem Kleinbauerntum und neo-liberaler Wirtschaftsmoderne, juristischen Normen und dem Recht des Stärkeren. Damit gelingt Huck viel mehr als ein Roman über den Konflikt in Kolumbien, (…) sondern auch ein Porträt der menschlichen und innergesellschaftlichen Verhältnisse in und zwischen Nord und Süd im angehenden Jahrhundert. In den Momenten, in denen der Roman das reflektiert, hat er seine stärksten Momente (…)


Blätter des iz3w, Ausgabe 350, September / Oktober 2015

Anne Laiß: Marielas Traum – Kolumbianische Träume von Gerechtigkeit

Der Chitandó ist ein Fluss im kolumbianischen Dschungel. Seine Ufer sind die Heimat von Mariela (…). Eines Tages tauchen Militärs und Paramilitärs in den Dörfern auf und vertreiben die  EinwohnerInnen brutal von ihrem Land. Von nun an sind sie Flüchtlinge, (…), unter der ständigen Aufsicht von Paramilitärs in einem Sportstadion der nächstgelegenen Stadt untergebracht.

Von offizieller Seite wird schnell eine Erklärung für das Vorgehen gefunden: Es handelt sich um eine Operation von Paramilitärs, die das Militär im Kampf gegen die linke Guerilla unterstützt. (…) Doch die Wahrheit sieht anders aus: Es handelt sich um einen klassischen Fall von Landgrabbing. Investoren mit Verbindungen zu höchsten Kreisen in Militär und Politik haben Interesse an dem Land am Chitandó angemeldet, um dort den Dschungel zu roden und Palmölplantagen anzulegen.

»Eher fließt das Wasser flussaufwärts, als dass ein Vertriebener sein Land zurückbekommt – oder ein General für seine Verbrechen ins Gefängnis geht.« Diese Devise der älteren DorfbewohnerInnen gilt es zu widerlegen. Und so stellt sich Mariela mit an die Spitze einer Gruppe, die nicht nur entschlossen ist, für die Rückkehr auf ihr Land zu kämpfen, sondern die auch die zuständigen Militärs und Paramilitärs für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen sehen will. (…)

Huck gelang es, einen spannenden Polit-Thriller zu schreiben, der einen guten Einblick in die politische Situation Kolumbiens gibt und zugleich eine Problematik von internationaler Tragweite behandelt.

Buchbesprechung: https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/350_Anti-Rassismus/huck-alexandra-marielas-traum